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Whirlpool-Umsatz hat 2019 um 2,9 % nachgegeben

04.02.2020 − 

Der US-amerikanische Hausgerätekonzern Whirlpool hat 2019 einen Umsatzrückgang von 2,9 % auf 20,419 Mrd US$ verzeichnet. Organisch wurde allerdings ein Wachstum von 1,6 % erreicht. Die Ergebniskennzahlen konnten deutlich verbessert werden. Der operative Gewinn hat auf 1,571 Mrd US$ zugelegt, nachdem im Vorjahreszeitraum 279 Mio US$ ausgewiesen worden waren. Das Nettoergebnis ist mit 1,184 Mrd US$ wieder positiv ausgefallen, nach -183 Mio US$ im Vorjahresquartal. Die Ergebnissteigerung führt der Konzern neben einem verbesserten Produkt-Preis-Mix auf den am 1. Juli 2019 abgeschlossenen Verkauf der Aktivitäten im Bereich Kompressoren der Marke „Embraco“ zurück. Im Rahmen der Desinvestition hat Whirlpool einen Einmalertrag von 511 Mio US$ realisiert. Darüber hinaus hat der Konzern bestimmte firmeneigene Gebäude, vornehmlich Lagerhallen, verkauft und anschließend angemietet. Die daraus entstandenen Erlöse beliefen sich auf 251 Mio US$. Im Vorjahr waren zudem Abschreibungen in Höhe von 747 Mio US$ vorgenommen worden, die 2019 nicht angefallen sind. Dagegen hat Whirlpool im Rahmen des 2013 eingeleiteten Antikartellverfahrens in Frankreich 2019 insgesamt 103 Mio US$ an die französischen Behörden gezahlt.

Im Zusammenhang mit der Insolvenz der Alno AG im Juli 2017 hat sich Whirlpool über die deutsche Tochtergesellschaft Bauknecht mit dem Alno-Insolvenzverwalter im Januar 2020 auf die Begleichung aller Rückforderungen geeinigt, woraufhin Whirlpool Einmalkosten in Höhe von 52,75 Mio € bzw. 59 Mio US$ entstanden sind. Der Insolvenzverwalter hatte im Zuge des Verfahrens bei Alno zunächst Rückforderungen in Höhe von 174,5 Mio € gegenüber Bauknecht geltend gemacht. Bauknecht war vor der Alno-Insolvenz ein langjähriger Elektrogerätezulieferer des Küchenmöbelherstellers und einiger seiner Tochtergesellschaften. Whirlpool war zudem indirekt mit einem Minderheitsanteil an Alno beteiligt.

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