Spanplattenproduktion in Horn soll stillgelegt werden

Der portugiesische Holzwerkstoffkonzern Sonae Industria will die Spanplattenproduktion an dem früheren Hornitex-Standort Horn-Bad Meinberg stilllegen. Die zur Sonae Industria-Tochtergesellschaft Glunz gehörenden Unternehmen GHP GmbH und Tool GmbH wollen in Kürze entsprechende Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern und den Gewerkschaften aufnehmen. Sonae Industria begründete die Stilllegungspläne in einer heute Mittag veröffentlichten Mitteilung mit der rückläufigen Spanplattennachfrage, den dadurch entstandenen Überkapazitäten auf den europäischen Märkten und den anhaltenden Verlusten am Standort Horn-Bad Meinberg. Ein konkreter Zeitpunkt für die geplante Stilllegung wurde bislang noch nicht genannt. Welche Bereiche betroffen sind, wurde ebenfalls noch nicht konkretisiert. Neben der im Jahr 1990 in Betrieb genommenen und auf eine Jahreskapazität von rund 450.000 m³ ausgelegten kontinuierlichen Rohspanplattenlinie betreibt GHP in Horn-Bad Meinberg noch zwei Aufteilsägen für Rohplatten, drei Kurztaktpressen für die Melaminbeschichtung, eine Aufteilsäge für beschichtete Platten, zwei kontinuierliche CPL-Pressen, eine HPL-Mehretagenpresse sowie Postforminganlagen. Die im Jahr 2000 in Betrieb genommene Energieanlage an dem Standort wurde von Glunz bis Ende 2018 geleast und wird für die Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Die elektrische Energie wird in das öffentliche Netz eingespeist; die thermische Energie im Werk bzw. als Fernwärme genutzt.

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