Whirlpool will Vertriebsaktivitäten in der Türkei einstellen

Der US-amerikanische Hausgerätehersteller Whirlpool hat im dritten Quartal in fast allen Absatzregionen Umsatzrückgänge verzeichnet. Das höchste Minus von 10,6 % hat der Konzern in der EMEA-Region verbucht. Hier hat der Umsatz auf 1,134 Mrd US$ abgenommen. Auch der Absatz hat um 9,5 % auf 5,2 Mio Geräte nachgegeben. CEO Marc Bitzer bezeichnete die Geschäftsentwicklung in der EMEA-Region als enttäuschend. Bereits im ersten Halbjahr mussten Rückgänge beim Umsatz von 3,1 % und beim Absatz von 16,5 % ausgewiesen werden. Der Konzern hat daher verschiedene Maßnahmen zur Neuausrichtung in der Region beschlossen. Demnach will Whirlpool den Vertrieb im türkischen Markt einstellen. Davon unberührt bleiben die dort bestehenden Produktionsaktivitäten. Nach Unternehmensangaben haben nicht näher genannte operative Schwierigkeiten und negative Währungseffekte in der Türkei das EBIT in der EMEA-Region insgesamt um 20 Mio US$ geschmälert. Das EBIT hat sich im dritten Quartal auf -39 Mio US$ verschlechtert, nach -2 Mio US$ im Vorjahresquartal. Außerdem will Whirlpool künftig aus dem Elektrokleingeräte-Geschäft mit der Marke „Hotpoint“ aussteigen und die südafrikanischen Aktivitäten auf ihre Rentabilität überprüfen. Die Fixkosten sollen um 50 Mio US$ reduziert werden. Details zu den Restrukturierungsplänen hat der Konzern nicht veröffentlicht.

In Lateinamerika ist der Whirlpool-Umsatz ebenfalls um 9,2 % auf 878 Mio US$ und in Asien um 9,3 % auf 339 Mio US$ gesunken. Lediglich in Nordamerika hat der Konzern eine Steigerung von 4,9 % auf 2,994 Mrd US$ erreicht. Der Gesamtumsatz belief sich auf 5,326 Mrd US$ und lag damit um 1,7 % unter dem Vorjahresniveau.
Auf Konzernebene hat das EBIT um 11,2 % auf 275 Mio US$ nachgegeben. Neben den genannten Gründen wurde das EBIT auch durch gestiegene Rohmaterialkosten und höhere Frachtkosten geschmälert. Der Nettogewinn hat sich um 23,8 % auf 210 Mio US$ reduziert.

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