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Nobilia kann Grundstücke in Verl-Sürenheide erwerben

18.04.2017 − 

Der Küchenhersteller Nobilia hat vergangenen Donnerstag den Zuschlag für einen 5.564 m² großen Gewerbekomplex an der Schinkenstraße in Verl-Sürenheide und ein angrenzendes unbebautes Grundstück mit einer Größe von 3.561 m² erhalten. Das Unternehmen hatte bereits im Rahmen einer Zwangsversteigerung am 30. März mit rund 1,4 Mio € das höchste Angebot für die beiden Areale abgegeben, allerdings hatte das Amtsgericht Gütersloh den Zuschlag vertagt. Der Grund hierfür war, dass kurz vor dem Zwangsversteigerungstermin der Anwalt der Grundstückseigentümerin Beweise vorgelegt hatte, wonach Forderungen der Stadt Verl bereits beglichen worden waren. Daraufhin hat die Stadtkasse Verl, die das Verfahren angestrengt hatte, aufgrund nicht eingehaltener Tilgungsbestimmungen Widerspruch eingelegt. Das Gericht folgte dieser Auslegung am Donnerstag. Weitere Rechtsmittel wurden nicht eingelegt.

Das vor allem auf die Belieferung des Inlandsmarkts ausgerichtete Nobilia-Stammwerk in Verl-Sürenheide ist mit einem täglichen Produktionsvolumen von 16.200 Schränken bereits seit mehreren Jahren an der Kapazitätsgrenze angelangt. Auch das Nobilia-Werk in Verl-Kaunitz soll ausgebaut werden. Nach früheren Informationen will das Unternehmen auf einer Fläche von rund 25 ha einen neuen, vorrangig auf die Belieferung der Exportmärkte ausgerichteten Werksteil errichten. Laut einem Bericht der Tageszeitung „Neue Westfälische“ hat die Bezirksregierung Detmold der dafür erforderlichen Änderung des Regionalplans Ende März zugestimmt. In einem nächsten Schritt müsste dann die Stadt Verl über eine Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines Bebauungsplans entscheiden.

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